Ich habe noch nie ein Foto gemacht, wie ich es beabsichtigt hatte. Sie sind immer schlechter oder besser.

– Diane Arbus –

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TANZ DER LICHTER


Sonnenschein, Regen und Schnee - so sehen fünf typische Minuten auf den Lofoten aus. Zusammen mit der beeindruckenden Landschaft entstehen so auf engstem Raum die unterschiedlichsten Bilder. Wenn sich dann zu später Stunde noch das Polarlicht am Himmel zeigt und seine virtuosen Tänze verführt, kann dies getrost als perfekter Tag bezeichnet werden. Wie wird es wohl morgen aussehen?
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Strandwetter


Zugegeben, es sieht schon fast so aus, als wäre dieses Bilde bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen irgendwo in der Karibik entstanden. Aber der erste Eindruck täuscht und spätestens wenn man die Schneeflecken und die weissen Bergspitzen sieht, dürfte man sich nach dem wahren Ort der Aufnahme fragen. Man findet die Antwort einige tausend Kilometer von der Karibik entfernt, auf den Lofoten, einer zu Norwegen gehörenden Inselgruppe. Von den Temperaturen brauchen wir nicht zu reden, auch nicht vom Wind, welcher hier eigentlich immer weht und der auch schon die Anreise zu einem ganz speziellen Erlebnis gemacht hat. Das alles trübt die Landschaft aber keineswegs. Die Kombination aus weissen Sandstränden, beeindruckenden Fjorden und einsame Dörfern machen diese Gegend von Norwegen zu einem einzigartigen Reiseziel.

Hinzu kommt das, was man als normaler Reisender wohl als durchzogenes Wetter beurteilen würde: Scheint im einen Augenblick noch die Sonne, schneit es zwei Minuten später schon und auch dann dauert es nur kurz, bis die Sonne wieder hinter den Wolken hervorschaut. Das erlaubt einem Bilder von einem Ort zu schiessen, welche zwar innerhalb kürzester Zeit aufgenommen wurden, an Gegensätzlichkeit gleichzeitig aber kaum zu überbieten sind.
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Wenn die Nacht zum Tag wird


Nicht nur die einzigartigen Lichtstimmungen am Tag, sondern auch das Spektakel, welches einem spät in der Nacht erwartet, begeistert. Wenn irgendwo über dem Horizont ein erster grüner Schleier sichtbar wird, beginnt das Herz des Fotografen höher zu schlagen. Es sind die ersten Anzeichen dafür, worauf man schon seit mehreren Stunden wartet: Die Aurora Borealis. Diese einzigartige Lichterscheinung, welche einem vom ersten Mal an fesselt. Zuerst noch ganz scheu und mit blossem Auge kaum zu sehen, können sich diese Erscheinungen zu einzigartigen Himmelsfeuerwerken entwickeln und so kommt es dann manchmal halt doch vor, dass man vor lauter Staunen vergisst, den Auslöser der Kamera zu drücken.
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Aurora Borealis.


Was ist das Nordlicht? Es ist die Sonne, die für die das Phänomen der Aurora Borealis sorgt. Bei großen Sonneneruptionen werden riesige Mengen an Teilchen von der Sonne in das Weltall geschleudert. Wenn diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde treffen, gelangen sie zu einem Kreis um den magnetischen Nord- und Südpol, wo sie mit den oberen Schichten der Atmosphäre interagieren. Die freigesetzte Energie ist das Nordlicht. All dies geschieht rund 100 Kilometer über unseren Köpfen.

Jede Nordlicht-Erscheinung ist einzigartig. Ist es an einem Abend nur ein grünes Band am Nachthimmel, nimmt das Nordlicht am nächsten Tag die Form von tanzenden Vorhängen an. Oft ist es leuchtend grün. Plötzlich entwickeln sich aber entlang den Außenrändern violette Töne und mit etwas Glück sieht man am Himmel eine Explosion von Farben, welche schon beinahe surreal erscheint. Diese Formen werden auch als Korona bezeichnet. Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird es nicht glauben.

Die Natur und damit die Erscheinung der Aurora Borealis ist sehr launisch. So ist man einerseits von der Sonnenaktivität, aber auch vom Wetter abhängig. Sicher sein kann man sich nie. Es gibt nur eine Möglichkeit: Warten.